Warum der Wheeleo® besonders gut für neuromuskuläre Erkrankungen geeignet sein kann
Neuromuskuläre Erkrankungen umfassen eine Reihe von Schädigungen, die entweder den Muskel, den peripheren Nerv oder die neuromuskuläre Verbindung betreffen. Zu den bekanntesten gehören Muskeldystrophie, periphere Neuropathien, spinale Muskelatrophie, entzündliche Myopathien oder auch bestimmte genetische Erkrankungen.
Diese Pathologien können verursachen:
- Paresen (teilweiser Kraftverlust) aufgrund einer Muskel- oder Nervenschädigung.
- Lähmungen, wenn die Muskelsteuerung erheblich beeinträchtigt ist.
- Sensibilitätsstörungen (Hypästhesie, Parästhesien), die die posturale Kontrolle und die Gehsicherheit beeinträchtigen können.
- Erhöhte Ermüdbarkeit, charakteristisch für viele neuromuskuläre Erkrankungen.
- Gleichgewichtsstörungen, die sowohl auf motorische Defizite, den Verlust sensorischer Informationen als auch auf den erheblichen kompensatorischen Aufwand zurückzuführen sind.
Angesichts dieser Einschränkungen entwickelt sich die Wahl einer Gehhilfe im Verlauf der Krankheit, abhängig vom Grad der Beeinträchtigung, der Umgebung und dem angestrebten Grad der Autonomie.
Die Herausforderung bei der Wahl einer Mobilitätshilfe
Bei neuromuskulären Erkrankungen ändern sich die Bedürfnisse im Laufe der Zeit:
- Ein Gehstock kann unzureichend werden, wenn die Muskelschwäche fortschreitet, da er eine gute Kontrolle der oberen Extremität und die Fähigkeit erfordert, intermittierend Gewicht zu tragen.
- Ein Rollator, sehr stabil, kann manchmal zu viel Unterstützung bieten und erfordert oft freien Raum (innen unpraktisch).
- Der Übergang von einer Hilfe zur anderen kann einen Zwischenbereich schaffen, in dem keine Lösung perfekt zu den Fähigkeiten und Zielen der Person passt.
Genau in diesem Intervall findet der Wheeleo® seine Relevanz.
Der Wheeleo®: eine angepasste Antwort auf eine Vielzahl neuromuskulärer Defizite
Der Wheeleo® positioniert sich zwischen Gehstock und Rollator. Er bietet:
Eine kontinuierliche Unterstützung, ideal bei Parese
Im Gegensatz zum Gehstock, der eine abwechselnde Bewegung (heben, vorwärtsbewegen, abstellen) erfordert, bietet der Wheeleo® permanente Stabilität.
Dies reduziert die Muskelanstrengung, die Belastung der Schulter und die Notwendigkeit, Bewegungen zu synchronisieren.
Einhandbedienung
Nützlich, wenn bestimmte neuromuskuläre Schädigungen eine Körperseite betreffen oder die symmetrische Nutzung der oberen Extremitäten erschweren.
Eine weniger „invasive“ Hilfe als ein Rollator
Der Wheeleo® erzwingt keine übermäßige Schubhaltung, blockiert keine Gangmuster und ermöglicht es dem Patienten, seine Restfähigkeiten weiterhin zu nutzen, ohne diese zu überkompensieren.
Geringe kognitive Belastung
Dank seiner flüssigen Bewegung erfordert der Wheeleo® keine komplexe Koordination, was besonders nützlich ist, wenn kognitive Ermüdung die muskuläre Ermüdung begleitet – ein häufiges Phänomen bei neuromuskulären Erkrankungen.
Erhöhte Sicherheit bei Sensibilitätsstörungen
Die konstante Unterstützung hilft, das Fehlen propriozeptiver oder taktiler Informationen auszugleichen, was bei peripheren Neuropathien häufig vorkommt. (siehe Artikel Light Touch Effect)
Eine Lösung, die sich in einen evolutionären Verlauf einfügt
Bei den meisten neuromuskulären Erkrankungen entwickelt sich die Mobilität phasenweise.
Der Wheeleo® kann die am besten geeignete Hilfe werden, wenn:
- Der Gehstock nicht mehr ausreicht,
- Der Rollator zu viel Unterstützung bietet oder im Innenbereich unpraktisch ist,
- Das Ziel ist, einen aktiven, funktionellen und natürlichen Gang zu erhalten,
- Der Patient die Ermüdung reduzieren möchte und dabei mobil bleiben will.
Der Wheeleo® fügt sich somit perfekt in das Bestreben ein, die Autonomie zu erhalten, Stürze zu verhindern und die Muskelanstrengung zu reduzieren – drei zentrale Herausforderungen bei neuromuskulären Erkrankungen.