Dieses Vergleichsvideo veranschaulicht die wesentlichen Unterschiede zwischen der Verwendung eines Vierfußgehstocks und der des Wheeleo® bei einer Patientin mit Hemiparese. Der Wechsel des Gehhilfsmittels verändert die Gangdynamik grundlegend und deren Effizienz.
Mit einem Vierfußgehstock: ein Gehen in drei Phasen
Der Gangzyklus wird in drei unterschiedliche Schritte unterteilt:
- Phase 1: Vorschieben des Gehstocks. Die Patientin stoppt kurz im Doppelstand, die Füße auf gleicher Höhe, um ihr Gleichgewicht zu maximieren.
- Phase 2: Vorschieben des rechten Fußes.
- Phase 3: Vorschieben des linken Fußes.
Der Zyklus beginnt danach auf die gleiche Weise von Neuem.
Angestrebter Vorteil: Diese Organisation ermöglicht es der Patientin, zwei permanente Bodenkontakte beizubehalten, was einem grundlegenden Sicherheitsbedürfnis aufgrund der Folgen des Schlaganfalls entspricht. Sie passt ihr Gehen an, um stabil zu bleiben.
Nachteil: Dieser Gangmodus ist langsam, ruckartig, energieaufwendig und weicht erheblich vom physiologischen Gang ab. Die angewandte Kompensation schränkt die Autonomie und den funktionellen Fortschritt ein.
Mit dem Wheeleo®: ein flüssiges Gehen in zwei Phasen
Der Gangzyklus vereinfacht sich zu zwei Phasen, die einem natürlichen Gang näherkommen:
- Phase 1: Vorschieben des linken Fußes.
- Phase 2: Vorschieben des rechten Fußes.
Das Wheeleo® bewegt sich kontinuierlich, während es gleichzeitig stabilen Halt bietet, ohne einen Stopp zwischen den Schritten zu erfordern.
Vorteil: Das Wheeleo® ermöglicht es, dem Bedürfnis nach Stabilität gerecht zu werden, wobei gleichzeitig ein flüssiger und symmetrischer Gang erhalten bleibt. Die Gehgeschwindigkeit wird signifikant erhöht (in diesem klinischen Fall verdreifacht) und das Gehen wird funktioneller.
Nachteil: Es gibt keinen systematischen Nachteil. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase
Wie schafft sie es, ihre Geschwindigkeit zu verdreifachen?
In diesem klinischen Fall ist die Wirkung des Wheeleo® besonders auffällig. Die Patientin verdreifacht ihre Gehgeschwindigkeit einfach indem sie von einem Vierfußgehstock auf ein Wheeleo® wechselt. Sie wechselt von einem 3-Phasen-Gangmuster zu einem 2-Phasen-Gangmuster, das dem normalen Gehen viel näherkommt. Ihr Gang wird flüssiger, symmetrischer, mit einer deutlichen Zunahme ihrer Schrittlänge und der Trittfrequenz. Diese Verbesserung zeigt, wie sehr eine gut gewählte Gehhilfe die Autonomie und die motorische Effizienz eines Patienten verändern kann.
Wichtige Erkenntnisse
Wenn Ihr Patient mit seinem Gehstock oder Gehbock in drei Phasen geht, kompensiert er eine posturale Instabilität durch eine sehr zerlegte Organisation. In vielen Fällen kann das Ausprobieren eines Rollgeräts, wie ein Zweihand-Rollator oder ein Einhand-Wheeleo®, einen natürlicheren Gang wiederherstellen und motorische Automatismen stimulieren.
Bis heute könnten 90 % der Nutzer von Dreifuß- oder Vierfußgehstöcken ihren Gang mit dem Wheeleo® verbessern. Die größte Barriere bleibt der Widerstand gegen Veränderungen, sowohl bei Patienten als auch bei Therapeuten.
Wünschen Sie Ratschläge, um den richtigen Zeitpunkt für die Einführung des Wheeleo® in die Rehabilitation zu wählen? Ich kann Ihnen helfen, das Profil Ihres Patienten zu analysieren.