In diesem kurzen Video (siehe unten) sieht man eine Patientin gehen, anhalten und wieder losgehen, ohne jemals die Bremsen des Rollators zu berühren. Dieses Verhalten mag überraschen: Warum bremst sie nicht? Ist das riskant? In Wirklichkeit ist das völlig normal – und sogar ein sehr gutes klinisches Zeichen. In diesem Artikel erklären wir, warum diese Mechanik sowohl auf einen klassischen Rollator als auch auf den Wheeleo® zutrifft und warum das Fehlen einer Bremse kein Mangel, sondern eine wertvolle Eigenschaft ist.
1. Bei einem klassischen Rollator: Die Bremse wird nicht zum Anhalten verwendet
Entgegen einer weit verbreiteten Meinung sind die Bremsen eines Rollators nicht dazu gedacht, das Gehen in normalen Situationen zu stoppen, sondern um den stillen Stand zu sichern (sich hinsetzen, den Rollator an einem Hang abstellen, …).
Beim Gehen:
- Wenn der Patient anhält, hält der Rollator natürlich an.
- Wenn der Patient wieder losgeht, geht der Rollator mit ihm wieder los.
Das ist in dem Video perfekt zu beobachten:
Der Rollator folgt dem Körper – nicht umgekehrt.
Wenn eine Person die Bremsen betätigen muss, um anhalten zu können, deutet dies vor allem auf Folgendes hin:
- ein Mangel an Gleichgewicht
- eine Unfähigkeit, die eigene Geschwindigkeit zu kontrollieren
- ein klinisches Zeichen, das untersucht werden muss
… und nicht auf ein Problem, das mit dem Rollator zusammenhängt.
2. Der Wheeleo® funktioniert genau nach der gleichen Logik
Der Einhand-Rollator Wheeleo® folgt dem gleichen Grundprinzip wie der klassische Rollator:
Die Bewegung der Gehhilfe hängt von der Bewegung des Patienten ab.
Der Patient hält an → der Wheeleo® hält an.
Der Patient geht wieder los → der Wheeleo® geht wieder los.
Keine Manipulation erforderlich.
Keine Bremse zu betätigen.
Es ist der Körper, der den Stopp kontrolliert – nicht ein mechanischer Hebel.
Das Fehlen einer Bremse ist also kein Mangel, sondern lediglich die Anwendung des natürlichen Prinzips, das bereits bei einem klassischen Rollator zu beobachten ist:
Wenn die posturale Kontrolle ausreichend ist, ist die Bremse nicht notwendig.
3. Wann sind Bremsen also wirklich notwendig?
Bremsen sind in bestimmten Situationen unerlässlich:
- die Gehhilfe zu fixieren, um sich auf den Rollator zu setzen
- einen schweren Mangel an Gleichgewicht auszugleichen
Aber für die große Mehrheit der sich bewegenden Patienten spielt die Bremse beim Anhalten keine Rolle.
Sie sollte nicht zum „Festhalten“ oder „Verlangsamen“ oder gar zum Hinsetzen verwendet werden.
Wenn doch, ist dies ein Warnsignal – kein normales Verhalten.
Fazit: Das Video zeigt korrektes Gehen, kein Risiko
Das Anhalten ohne Bremsen ist kein Problem.
Es ist eine erwartete, normale und sogar wünschenswerte Funktion für ein flüssiges und kontrolliertes Gehen.
In diesem Sinne setzt der Wheeleo® dieses natürliche Prinzip lediglich fort:
Eine Gehhilfe muss auf den Körper reagieren, nicht ihn einschränken.