Klinische Ganganalyse: Die Nuancen des Gangzyklus verstehen
Bei der klinischen Ganganalyse einer Person verdienen mehrere Merkmale Beachtung. Darunter erweist sich die Anzahl der Phasen (Gangrhythmus), aus denen der Gangzyklus besteht, als Schlüsselelement und ist leicht objektivierbar, da sie entscheidende Informationen über die Gehfähigkeit liefert. Der Gang kann zweiphasig oder dreiphasig sein.
Der zweiphasige Gang: Der Rhythmus der Gesundheit
Der Gangrhythmus einer gesunden Person auf ebenem Untergrund wird gemeinhin als „zweiphasig“ bezeichnet. Dieser Zyklus umfasst eine Stützphase des rechten Fußes, gefolgt von einer Stützphase des linken Fußes. Bei der Beobachtung verläuft die Bewegung harmonisch, einer regelmäßigen Abfolge von „rechts – links – rechts – links“ oder „1-2-1-2“ folgend. Das Zeitintervall zwischen 1-2 und 2-1 bleibt konstant.
Gehen mit Krücke
Selbst mit der Hinzunahme einer Krücke behält eine gesunde Person die Synchronisation zwischen der Bewegung der Krücke und der des gegenüberliegenden Beins bei. Die rhythmische Abfolge bleibt bestehen, und das Intervall zwischen 1-2 und 2-1 bleibt somit unverändert. Die Verwendung der Krücke beeinträchtigt weder die Geschwindigkeit noch die Flüssigkeit des Gehens.
Hemiplegische Person: Die Herausforderung motorischer Störungen
Für eine Person mit erheblichen motorischen Störungen, insbesondere zu Beginn der Rehabilitation, kann sich der Gang spontan zu einem „dreiphasigen Gangrhythmus“ entwickeln. Dieser Zyklus umfasst eine Phase für die Bewegung des Stocks, eine zweite für die Bewegung eines Fußes und eine dritte für die Bewegung des anderen Fußes. Die Abfolge wird zu „Stock – linker Fuß – rechter Fuß – Stock – linker Fuß – rechter Fuß“ (für einen Stock, der in der rechten Hand gehalten wird) oder „1-2-3-1-2-3“. Die Zeit des Doppelstützes auf beiden Füßen ist signifikant verlängert, was die Gleichgewichtsschwierigkeiten widerspiegelt.
Anpassungen in heiklen Situationen: Der dreiphasige Gang für mehr Sicherheit
Es ist interessant festzustellen, dass selbst eine gesunde Person in heiklen Situationen, wie zum Beispiel in den Bergen, den dreiphasigen Gang anwenden kann, um ihre Sicherheit zu gewährleisten.
Wheeleo®: Gehen neu definieren für eine frühe Rehabilitation
Um einen zweiphasigen Gang frühzeitig und spontan zu erleichtern, kann die Verwendung eines Wheeleo® sinnvoll sein. Das Wheeleo® bietet durch seinen konstanten Bodenkontakt eine zusätzliche Unterstützung während des gesamten Gangzyklus, wodurch das Gehen flüssiger, stabiler, schneller und komfortabler wird. Bei der Beobachtung einer Person, die normalerweise mit einem klassischen Stock dreiphasig geht, kann sich die Abfolge spontan zu einem zweiphasigen Gang entwickeln.
Der Patient respektiert durch die Verwendung des Wheeleo® sein Bedürfnis, stets zwei Stützpunkte am Boden zu haben, und findet gleichzeitig zu einem normaleren Gangbild zurück.
Vergleich: Den Gangrhythmus an die Situation anpassen
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Beobachtung des Gangzyklus wertvolle Informationen über die lokomotorischen Fähigkeiten liefert. Das Verständnis der Nuancen zwischen dem zweiphasigen und dreiphasigen Gangrhythmus ermöglicht es, Interventionen anzupassen, wodurch die Rehabilitation und der Erhalt der motorischen Unabhängigkeit erleichtert werden.
