Was ist die Parkinson-Krankheit?
Die Parkinson-Krankheit ist eine neurologische Erkrankung. Sie geht einher mit motorischen und nicht-motorischen Symptomen1:
Motorische Symptome:
- Zittern
- langsame Bewegungen
- unwillkürliche Bewegungen
- Steifigkeit
- Gangstörungen
- Gleichgewichtsstörungen
Nicht-motorische Symptome:
- kognitive Störungen
- Demenz
- sensorische Störungen
- Schmerzen
- Schlafstörungen
- psychische Störungen
Die motorischen Störungen sind durch ON-Phasen und OFF-Phasen gekennzeichnet.
Welche Gangstörungen treten bei Parkinson-Patienten auf?
Die Schrittfrequenz von Parkinson-Patienten ist oft sehr hoch. Sie „tappeln“ förmlich. Dies wird auch als „Festination“ bezeichnet. Die hohe Frequenz geht mit einer geringen Schrittlänge einher. Dieses Tappeln kann abrupt auftreten, wenn der Patient eine Tür durchschreitet, sich umdreht, abgelenkt ist oder Angst hat. Die Person kann dann nach vorne geschleudert werden, wenn der Körper schneller voranschreitet als die Füße.
Koordinationsstörungen oder kognitive Störungen können die Nutzung einer Mobilitätshilfe erschweren.
Im Laufe der Zeit versteifen die Gelenke eines Parkinson-Patienten. Es ist nicht ungewöhnlich, ein Knie- und Hüftflexum, eine Neigung des Rumpfes nach vorne, eine Nackensteifigkeit und eine Schultersteifigkeit zu beobachten. Der Kampf gegen diese Versteifung ist ein Hauptziel der physiotherapeutischen Behandlung.
In einem fortgeschrittenen Stadium kann der Parkinson-Patient eine Retropulsion aufweisen. Diese Retropulsion ist die Hauptursache für Gehschwierigkeiten, Schwierigkeiten beim Aufstehen und Stürze. In diesem Stadium können bestimmte Mobilitätshilfen das Problem nicht ausreichend korrigieren. Der Patient wird dann abhängig sein und sich kaum noch alleine fortbewegen können.
Welche Gehhilfe für Menschen mit Parkinson?
Im ersten Stadium der Krankheit ist die Nutzung einer Gehhilfe nicht notwendig.
Danach folgt die Nutzung eines einfachen Gehstocks, oft mehr zur Beruhigung als zur tatsächlichen Hilfe.
In einem fortgeschritteneren Stadium der Krankheit ist die Koordination zur Nutzung eines klassischen Gehstocks oft mangelhaft. Angesichts der hohen Schrittfrequenz ist die Koordination fast unmöglich. Der Gehstock ist öfter in der Luft als aufgestützt. Ein klassischer Gehstock kann die Gehschwierigkeiten sogar noch verstärken.
Die Nutzung eines 4-Rad-Rollators ermöglicht es, das Koordinationsproblem aufgrund der hohen Schrittfrequenz zu umgehen. Er bietet konstanten Halt am Boden und dient als „Schild“ gegenüber Personen, denen man begegnen kann (Schutz). Er führt natürlich zu einem flüssigeren Gang.
Dennoch ist der Rollator sehr sperrig, wenig handlich, schwer zu manövrieren und beansprucht beide Hände. Sehr gut geeignet für den Außenbereich auf gerader Strecke, ist er im Innenbereich deutlich weniger geeignet.
Im Innenbereich, auf glattem Boden, bietet das Wheeleo® eine wesentlich besser geeignete Hilfe für Parkinson-Patienten:
- konstanter Halt am Boden,
- Freiheit einer Hand für funktionelle Aktivitäten,
- Wendigkeit,
- geringer Platzbedarf
- steht stabil,
- immer am richtigen Platz
- keine Koordination erforderlich
- …
In einem sehr fortgeschrittenen Stadium (oder in der Off-Phase) wird der Parkinson-Patient von seiner Mobilitätshilfe abhängig, um anzuhalten. Er wird von seinem Körper mitgerissen. Die Nutzung einer Gehhilfe mit Rollen wird dann nicht mehr geeignet sein. Nur Gehböcke können für eine gewisse Zeit die Gleichgewichtsstörungen begrenzen.
Bei einem Sturz nach hinten kann keine Gehhilfe den Sturz wirklich verhindern.
Das Wheeleo® ist ein integraler Bestandteil der Mobilitätshilfen. Für Parkinson-Patienten positioniert es sich zwischen dem Gehstock und dem 4-Rad-Rollator. Es ist eine Zwischenstufe zwischen dem Gehstock, der zu wenig Unterstützung bietet, und einem Rollator, der zu viel bietet.
Referenz:
- https://www.who.int/fr/news-room/fact-sheets/detail/parkinson-disease ↩︎