Spitzentechnologien, oft als Hightech bezeichnet, gewinnen im Bereich der Rehabilitation zunehmend an Bedeutung. Ihr Potenzial ist immens und ihre Zukunft vielversprechend. Ein großes Problem bleibt jedoch bestehen: die Zugänglichkeit. Ob in Bezug auf Preis, Verfügbarkeit, Technologie oder Schulung von Fachkräften – diese Hilfsmittel sind noch nicht für jeden zugänglich.
Es ist wichtig zu bedenken, dass Hightech nicht alle Probleme löst. Es ist kein Allheilmittel. Diese Technologien sollten als ergänzende Hilfsmittel betrachtet werden, die je nach den Bedürfnissen des Patienten und den therapeutischen Zielen sinnvoll eingesetzt werden müssen.
Die unverzichtbare Rolle von Lowtech-Hilfsmitteln
Sogenannte Lowtech-Hilfsmittel behalten einen wesentlichen Platz in Physiotherapie- und Ergotherapieräumen. Kostengünstig und leicht zugänglich ermöglichen sie es, für eine große Anzahl von Patienten
Klinisches Beispiel: Die Komplementarität von Lowtech / Hightech
Das Video, das ich Ihnen präsentiere, veranschaulicht diese Komplementarität perfekt. Man sieht eine rechtsseitig hemiplegische Patientin, die von ihrem Physiotherapeuten Pierre MAY-CARLE begleitet wird. Drei Gehhilfen kommen zum Einsatz:
- Exoskelett Ekso Bionics® NR (Hightech)
- Einhand-Rollator Wheeleo® (Lowtech)
- Die manuelle Begleitung durch den Physiotherapeuten (das Hightech-Gerät schlechthin!)
Ohne den Wheeleo® würde die Patientin trotz des Exoskeletts einen Dreischrittgang annehmen, mit einer notwendigen Pause im Doppelstand, um den Stock zu bewegen. Der Wheeleo® ermöglicht es, einen flüssigeren und dem normalen Gehen ähnlichen Rhythmus beizubehalten.
Offen und ausgeglichen bleiben
Es scheint mir unerlässlich, dass wir offen bleiben für das, was die Technologie bieten kann, ohne dabei nicht-technologische Hilfsmittel außer Acht zu lassen, die sich gestern bewährt haben und dies auch morgen tun werden.
Der Physiotherapeut bleibt vor allem das Hightech-Rehabilitationsmittel schlechthin!
Und Sie, was halten Sie von der Integration von Hightech-Technologien in die Rehabilitation?
Videocredit: Pierre MAY-CARLE (CRF Pasori)